
Scheiße, ist dieser Bass geil! Ich habe gestern Nacht 2 Stunden mit dem Sandberg California JM 5-String Bass verbracht und bin restlos begeistert!!
Das Ding knurrt drahtig, singt, schmatzt und drückt!
Ohne EQ, ohne Modeller direkt in den Instrumenteneingang meines Mindprint Trio, etwas Kompression mit dem One-Knob-Compressor und ab geht die Luzi!
Die Varianten an Sounds die man diesem Bass alleine durch das Überblenden von Bridge und Neck-Pickup, sowie der Split-Funktion des Humbuckers entlocken kann, ist schon sagenhaft. Mit der aktiven Elektronik gibts noch mal einen gehörigen Schub mehr ...
Der Hals scheint wie für mich gemacht - nicht zu breit, nicht zu dick, aber trotzdem griffig und das seidenmatte Finish ist die ideale Symbiose aus der Unempfindlichkeit eines lackierten Halses und dem guten Feeling eines gewachsten Necks.
Allerdings hat der Sandberg California JM auch richtig Gewicht: Bringt es mein alter Lieblingsbass Vigier Passion III auf schlappe 3,9kg, sind es beim Sandberg mal lockere 5,2kg ...
Mein 84' Squire Jazzbass 4-Saiter mit EMGs bringt es aber auch schon auf 4,3kg
Das ist halt nix für Weicheier ...
Man hat irgendwie alles was man von Fender Preci, Jazzbass und Musicman Stingray an Sounds kennt in einem Gerät. Also die ganze Palette der klassischen und noch immer geforderten Basssounds. Der Delano Humbucker und die fette massive Brücke erzeugen einen so drückenden und gleichzeitig definierten Sound, dass es eine wahre Freude ist den Sandberg zu spielen. Wem ein Stingray zu einseitig oder unkultiviert ist, sollte den Sandberg unbedingt einmal in Betracht ziehen!
Bislang war die H-Saite meines Vigiers für mich das Maß aller Dinge, wenn es um den definierten Klang und langes Sustain einer tiefen Saite und das ausgewogene Verhältnis zur E-Saite geht. Beim Vigier wurde das durch eine durchgehende Halskonstruktion sowie der Versteifung des Halses durch eingeleimte Carbonstäbe realisiert (Vigier verzichtete bei den Passion und Arpege Bässen auf die herkömmlichen Halsstäbe oder Trussrods aus Stahl). Der Sandberg California JM geht mit klassichen Fender-Tradition einher. Geschraubten Hals mit einem klassischen Trussrod, allerdings mit einer modernen 6-Punkt Verschraubung ohne Neckplate und tieferer Fräsung und damit besserer Halsauflage am Korpus. Das Resultat ist ein sehr knurriger, perkussiver Ton, der aber über alle Saiten gleichmäßig repräsentiert wird.
Sehr schön finde ich auch, dass der aktive und passive Modus (durch Ziehen des Volumepotis) keinerlei Pegelsprünge verursacht (solange man im aktiven Modus keine extremen EQ-Einstellungen vorgenommen hat). Damit hat man praktisch zwei Soundpresets zur Verfügung und auch wenn die Batterie schlapp macht, gehts ohne großes Gerödel weiter.
Ja nochmal - ich hatte und habe Status Bässe der Serie I und II, meinen Vigier Passion, einen Marleaux, einen Modulus, meinen Ibanez BTB 6-Saiter, einen Yamaha TRB und außerdem so ziemlich alles in der Hand, was es an Bässen in meiner Zeit als Verkäufer in einer Gitarrenabteilung gab wie z.B. Cyan, Warwick, Fender, Musicman, Spector, Steinberg, Esh oder Wal. Hätte es damals schon sowas wie den California JM gegeben, hätte ich wohl früher meinen Traumbass gefunden.
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